Nach 3 Wochen Aufenthalt in England, konnten wir natürlich schon so einige kulturelle Unterschiede zu Deutschland feststellen. Zuerst einmal ist uns direkt in den ersten Tagen die Freundlichkeit der Engländer aufgefallen. Bei jeder auch so kleinsten Kleinigkeit wird sich hier entschuldigt oder bedankt. Wir sind hier in Plymouth viel mit dem Bus unterwegs und es kam uns zum Beispiel recht komisch vor, dass sich jeder, der aus dem Bus aussteigt, noch bei dem Busfahrer mit einen „thank you“ oder „cheers“ verabschiedet. Natürlich hat man sich so einige Verhaltensweisen direkt abgeguckt um nicht als unhöflich zu gelten.
Das Merkwürdigste an den Engländern ist deren Temperaturempfinden. Es ist zurzeit November, doch das es so langsam kälter wird scheint viele Einheimischen hier nicht zu interessieren. Wenn man durch das „City Centre“ von Plymouth läuft, kann man immer wieder Menschen in Shorts, T-Shirt und nicht selten sogar in Flip-Flops entdecken! Wieso friert man hier nicht so schnell? Aber den Grund dafür habe ich bisher noch nicht herausfinden können.
Carina und ich wohnen in einer typisch englischen Wohngegend. Die Häuser sind alle etwas alt und haben diese klassischen nach außen gewölbten Fenster. Das Foto zeigt einen kleinen Einblick in die Straße, die zu unserem Haus führt. In unserer Gastfamilie bekommen wir jeden Tag Frühstück und Abendessen. Das Frühstück ist hier sehr einfach, denn es gibt jeden Tag Toast mit Marmelade und Cornflakes oder Müsli. So langsam freuen wir uns schon richtig auf ein deutsches Brötchen! Das Abendessen findet bei uns zwischen 17-18 Uhr statt und unterscheidet sich nicht so sehr vom deutschen Essen. Natürlich haben wir aber auch schon die englischen Baked Beans - Bohnen in Tomatensauce - und „fish & chips“ serviert bekommen, wobei das letztere wirklich lecker ist. Am Hafen gibt es zahlreichen kleine Fish & Chips Imbisse, allerdings soll die Zahl der indischen Restaurants diese angeblich schon eingeholt haben. Indisches Essen ist aufgrund der vielen Immigranten inzwischen auch "typically English". Deshalb sind wir am Freitag alle zusammen indisch essen gegangen.
Für die letzte Woche erhoffe ich mir noch weitere neue und interessante Eindrücke, vor allem natürlich auch von London!
Viele Grüße, Verena
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