¡Hola!
Unser 1 ½ wöchiger Sprachunterricht hat sich (leider) dem Ende geneigt. Wir haben viel dazu gelernt, viel gelacht und viel gefragt
Aber jetzt erstmal von ganz vorne.
Am 3.11 begann unser Sprachunterricht. Glücklicherweise war Frau Ohde noch vor Ort, mit der wir uns am Plaza Nueva trafen und zum Unterricht gingen, da dieser nicht bei Incoma, sondern in einer Sprachschule stattfand.
Unsere Sprachlehrerin ist 25 Jahre alt und arbeitet seit ca. 2 Jahren bei Incoma. Ihr Spitzname ist China, aber niemand weiß wieso. ^^
Zu Beginn mussten wir uns alle vorstellen, was bei 15 Teilnehmern (wir hatten noch 2 Franzosen bei uns) sehr viel Zeit in Anspruch genommen hatte. Vorher wurden an der Tafel Fragen gesammelt anhanddessen wir uns vorgestellt haben. Und obwohl fast jeder so ziemlich dieselbe Antwort gegeben hatte, denn schließlich kommen wir alle aus der Nähe von Warendorf und machen hier alle unser Auslandspraktikum, war die Lehrerin stets interessiert und nicht abgeneigt, jeden noch die eine oder andere Frage zu stellen. Auch im Unterricht war sie stets voller Energie und lebendig.
Besonders die Grammatik und einige Vokabeln hat sie uns auf eine lustige Art und Weise erklärt. So haben wir zum Beispiel anhand ihrer witzigen Zeichnungen an der Tafel alle wichtigen Körperteile genannt.
Die Grammatik wurde erstmal langsam angegangen mit „tipos de verbos“. Da haben wir den Unterschied zwischen den regelmäßigen, unregelmäßigen und reflexiven Verben gelernt.
Den Tag lassen wir meistens mit kleinen Spielen ausklingen, wie zum Beispiel Galgenmännchen. Mit spanischen Wörtern natürlich.
Am nächsten Tag wurde uns der Unterschied zwischen „muy“ und „mucho“ und das besondere Verb „hay“ erklärt. Ganz zu Anfang des Unterrichts hatte die Lehrerin uns bereits einige Arbeitsblätter ausgeteilt, die wir Tag für Tag mit dem erlernten Stoff abarbeiteten.
Nach dem Wochenende haben wir jeweils an einem Tag eine Vergangenheitsform und am Donnerstag die Imperativform gelernt.
Am Mittwoch hat uns die Lehrerin einige Bilder der wichtigsten spanischen Feiertage gezeigt: die Tormatina, Feria de Abril, die Semanas Santas und die Fiestas de San Fermín.
Den Unterricht am Donnerstag haben wir mit dem Spiel „Wer bin ich?“ beendet. Natürlich auch auf Spanisch!
Parallel zu unserem Unterricht wurde auch immer eine italienische Gruppe von einer anderen Lehrerin unterrichtet. Für den Freitag haben die beiden Lehrerinnen zusammen ein Stadtspiel für uns (beide Gruppen) vorbreitet.
Am Tag zuvor wurden wir nochmals in 4 Gruppen eingeteilt, dabei erhielt jede
Gruppe eine Farbe: rot, blau, braun und weiß. In jeder Gruppe waren somit
Italiener als auch Deutsche vertreten. Am Freitag sollte unsere Kleidung für das Spiel die Farbe haben, in die wir eingeteilt wurden, was nicht bei allen geklappt hat. :)
Auch mussten wir uns einen Gruppennamen ausdenken und irgendwie scheinen alle die deutsche Sprache zu mögen, so hieß eine Gruppe Kartoffel und die andere Tschüß. Bei dem Spiel haben wir gemerkt, was für einen Ehrgeiz und eine Ausdauer die Italiener haben…
Nachdem jede Gruppe einen Spielplan mit Fragen erhalten hatte, konnte es losgehen. Zwar wurden wir nur durch einen Teil der Fußgängerzone geschickt, aber geschwitzt haben wir alle. Das Spiel gefiel mir sehr gut, da es nicht nur darum ging historische Fragen zu klären. So mussten wir zum Beispiel eine Person finden, deren Kleidung dieselbe Farbe hat wie unsere und sie bitten mit uns ein Foto zu schießen. Oder es musste sich ein Gruppenmitglied kniend vor einem Kreuz fotografieren lassen. Das Spiel hatte fast 2h gedauert, aber vor lauter Rennerei haben wir nicht gemerkt wie schnell die Zeit vorbeiging.
Der Sprachunterricht hatte jeden Tag 4 h gedauert, volle Stunden (!), keine Schulstunden, aber es war sehr unterhaltsam, locker und lustig.
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