Samstag, 13. November 2010

Ein Tag in einer englischen Anwaltskanzlei

Ich arbeite für einen Monat in einer englischen Anwaltskanzlei mit ca. 350 Mitarbeitern und insgesamt vier Niederlassungen. Eine Kanzlei von derartiger Größe habe ich zuvor noch nie gesehen. Diese Firma ist Plymouths zweitgrößter Arbeitgeber und befindet sich direkt am Hafen. Mein Arbeitstag startet morgens um neun Uhr. Bereits am Empfang wird man mit einem freundlichem „How are you“ begrüßt.

Morgens arbeite ich für ca. eine Stunde mit R., einem Facility Manager, zusammen. Unsere erste Aufgabe des Tages besteht darin, dass wir notieren, welche Abteilung wieviel Post am Tag zuvor versendet hat. Auf dieser Datenbasis erstellen wir dann eine Grafik.

Danach erledigen wir kleine Aufgaben, die der Tag so mit sich bringt.

Von ca. 10-15 Uhr arbeite ich mit J., die für den Bereich Bildung, Arbeitslosigkeit und Immigration zuständig ist, zusammen.

Meine Aufgabe besteht zunächst darin für meine Abteilung diverse Zeitungen zu lesen und für sie wichtige Artikel zu notieren. Diese Aufgabe scheint zunächst recht simpel, jedoch lässt sich nicht immer sofort erkennen, was die englischen Autoren genau meinen. Es ist jedoch sehr interessant jeden Tag die englische Zeitung zu lesen, was zudem noch meine Sprachkenntnisse enorm schult. Eine meiner weitern Aufgaben ist es, diverse Akten durch zu schauen und nach Datum und Wichtigkeit zu sortieren, sowie auf dieser Basis eine Excelltabelle zu erstellen.

Außerdem sind meine Mitarbeiter sehr darin bemüht mir so viel wie möglich zu zeigen. Direkt in der ersten Woche durfte ich an einigen Meetings und Kundenbesuchen teilnehmen.

Interessant ist es dann zu sehen, wieviel man versteht oder zu erkennen, worum es geht.

Meist spricht J. nach den Meetings mit mir darüber was und wie viel ich verstanden habe. Sie ist auch sehr bemüht darin mir von den Vorgängen zu berichten.

An örtlichen Jobmessen, vergleichbar mit der BOM in Warendorf, durfte ich bereits auch schon teilnehmen. Dort bestand meine Aufgabe darin, den Schulkindern den Beruf des Anwaltes schmackhaft zu machen.

Eine kleine Mittagspause habe ich natürlich auch, die mir durch einen wunderschönen Blick aus dem sechsten Stock über das blaue Meer versüßt wird.

Von 15-17:15Uhr arbeite ich dann wieder mit R. zusammen. Wir sammeln die Post von den verschiedenen Abteilungen ein, frankieren, sortieren sie und packen sie in Boxen. R. erklärt mir alles was ich dazu wissen muss. Nebenbei unterhalten wir uns meist über die Unterschiede zwischen Deutschland und England. Das ist recht interessant, da viele Engländer denken, alle Deutschen würden Heidi heißen und blonde, lange Haare haben.

Insgesamt ist meine Arbeit sehr abwechslungsreich und interessant. Es ist wirklich sehr bemerkenswert zu sehen, wie sehr alle Kollegen bemüht sind mir etwas über Land und Leute zu erzählen, sowie die englische Kultur näher zu bringen.


Dorothea Sch.Hackenesch

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