COCOON Childcare
Ich arbeite, wie erhofft, in einem Kindergarten, genau genommen in einer Vorschule. Die Kids in der Gruppe sind 4-5 Jahre alt und ich habe sie schon richtig lieb gewonnen. Diese Woche waren nur eine Vollzeitangestellte und eine Halbtagsangestellte in der Gruppe, normalerweise unterrichten aber zwei Vollzeitbeschäftigte.
Generell im Haus gibt es insgesamt sechs Gruppen. Anders als in Deutschland sind sie nach Alter geordnet. Die Jüngsten sind die Babys, die Toddlers und die Wobblers. Danach kommen die Junior Pre-School, die Pre-School 2 und die Pre-School, in der ich arbeite.
Mein Tagesablauf
Mein Tag beginnt um neun Uhr damit, dass ich den Kindern beim Malen und Spielen zugucke. Oft gibt es auch Streitereien zu schlichten oder wüste Jungs zu ermahnen.
Gegen 10 Uhr gibt es dann den ersten Snack, danach beginnt der Unterricht. Es wird sich in einen Kreis gesetzt und die Lehrer fragt die Kinder über Wochentage, Jahreszeiten und das Thema der Woche aus. Gelegentlich werden auch Reime aufgesagt oder Lieder gesungen.
Jede Woche werden außerdem ein neuer Buchstabe und eine neue Nummer gelernt. Diese Woche waren es das „V“ und die Zahl „10“.
„Hilly Billy hedgehog,
prickels and spikes,
these are the things that a hedgehog likes.
A bottle of milk,
A slice of bread,
A nice warm place to rest his head.
Bye bye, Billy!
See you next spring.
That’s when your alarm-clock rings:
Dingelingeling!”
Das ist ein Reim, den die Kinder diese Woche gelernt haben.
Außerdem wurde diese Woche mit den Proben für die Weihnachtsfeier begonnen, bei der die Gruppe ein kleines Theaterstück vorführen wird.
Nach dem Unterricht wird ein Arbeitsblatt bearbeitet, meistens durch Ausmalen. Wer fertig ist, bekommt ein Buch zum Lesen.
Ich gehe in dieser Zeit meistens frühstücken.
Wenn ich wiederkomme, wird wieder gespielt, favorisiert mit Puppen und Autos. Dabei setzte ich mich meistens zu den Kindern und spiele und rede mit ihnen.
Um 12 Uhr gibt es Mittagessen.
Wenn gutes Wetter ist, spielen wir draußen im kleinen Garten, bei schlechtem Wetter wird zum Beispiel geknetet oder gepuzzelt und um halb 3 gibt es noch einmal einen kleinen Snack.
Zwischen halb 3 und halb 4 wird noch einmal gespielt, dann gibt es, wie in Irland typisch, Tea. Das heißt aber nicht, dass die Kids Tee und Plätzchen bekommen, sondern zum Beispiel Suppe oder Nudeln mit Soße. Dazu gibt es Milch.
Danach setzen sich die Kinder noch einmal in einen Kreis zur Abschlussrunde, da die Lehrerin, genau wie ich, um halb fünf Feierabend hat. In der Runde wird dann entweder noch einmal gesungen oder auch getanzt.
Mein Arbeitstag endet damit, dass mir alle Kinder „Bye bye“ sagen und einen schönen Tag wünschen.
Meine Kollegen
Allgemein muss ich an dieser Stelle sagen, dass die Iren sehr nette, lustige und hilfsbereite Menschen sind. Meine Arbeitskollegen sind nicht anders. Sie helfen mir wo sie können, sind offen und lachen viel.
Ich kann sie immer um Hilfe fragen. Da mein Englisch anfangs noch nicht ganz so gut war, war es etwas schwer sich zu unterhalten, da einem manche Wörter nicht eingefallen sind und meine Kollegen sich erst daran gewöhnen mussten, dass etwas umschrieben wird. Doch es wird von Tag zu Tag besser und so verstehe ich mich auch immer besser mit den Leuten.
Janika Busch
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