Montag, 22. November 2010

Interkulturelle Unterschiede

Die Engländer sind richtig freundlich und hilfsbereit, was ich schon in den ersten Tagen in England festgestellt habe, als ich meine richtige Bushaltestelle und meinen Arbeitsplatz finden musste. Sie sind sehr förmlich und sagen immer "please", "thanks" und "sorry". Typische Gerichte sind Fish & Chips, Baked Beans, Pastry (Blätterteigtaschen), Sausage Rolls und Chicken Tikka Masala. Hier gibt es viele Pubs und indische Restaurants. Die Engländer sind sehr höflich. Es gibt kein Gedränge in Schlangen und auch nicht vor den Bussen, es wird sich immer schön hintereinander aufgereiht. Typisch Englisch sind auch die Doppeldeckerbusse und die roten Telefonzellen.

Früher war das englische Frühstück eine große Mahlzeit (Würstchen, Speck, Eier, Tomaten, Pilze…). Heutzutage gibt es zum Frühstück meist nur Toast und Cornflakes. Mittags zum Lunch gibt es meist nur eine schnelle Mahlzeit, da die Leute arbeiten müssen und keine Zeit haben viel zu essen. Deshalb gibt es dann zum Beispiel Sandwiches, Obst, oder Toast. Danach ist dann immer noch ein bisschen Zeit für einen kleinen Snack, der dann meist aus Chips, Schokoriegeln oder anderen Süßigkeiten besteht. Da es morgens und mittags nur schnelles Essen gibt, ist das Abendessen die wichtigste Mahlzeit des Tages, diese ist vergleichbar mit dem Mittagessen in Deutschland.

Wenn man hier mit dem Bus fahren will, muss man ein Handzeichen geben , damit der Busfahrer an der Bushaltestelle anhält. In Deutschland ist das nicht nötig, denn da hält der Bus an jeder Haltestelle, an der Menschen stehen. Der Linksverkehr ist eine ganz schöne Umstellung! Am Anfang guckt man automatisch in die falsche Richtung und wundert sich, wenn dann der Bus von hinten an einem vorbei rauscht. Außerdem machen die Geschäfte hier viel früher zu als in Deutschland.

Ein weiterer Unterschied sind die Häuser, denn es gibt hier fast nur Reihenhäuser. Es gibt kaum ein Haus, was mit den Nachbarhäusern nicht in Berührung steht. Die Bauart ist immer gleich, nur die Wandfarben variieren. Die Grundstücke sind hier klein und es gibt kaum einen Vorgarten vor dem Haus. Ich habe bis jetzt noch kein Haus gesehen, was einen Garten besitzt. Der Arbeitstag fängt hier später an. Meistens so um 9 Uhr und dementsprechend müssen die Leute dann auch länger in den Nachmittag hinein arbeiten. Während der Arbeit trägt man hier angemessene Kleidung zum Beispiel Stoffhosen. Jeans trägt man eher in der Freizeit. In Deutschland muss man keine Stoffhosen anziehen, man kann auch mit einfachen Jeans zur Arbeit gehen. In Plymouth sind viel weniger Radfahrer unterwegs als in Münster. Wenn man eine Ampel überqueren will, steht unten auf dem Boden aus welcher Richtung die Autos kommen und wo man dann hingucken muss „look right“. Das ist eine gute Orientierungshilfe.

Liebe Grüße aus Plymouth
Clarissa Hülsmann

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