Dienstag, 23. November 2010

Interkulturelle Unterschiede

Interkulturelle Unterschiede

Nach einigen Wochen hier in England (Plymouth) werden auch bereits einige Unterschiede und typische englische Merkmale auffällig.

Die Einwohner und Bürger hier in Plymouth sind einfach sehr freundlich und hilfsbereit. So ist es hier selbstverständlich, dass man sich bei den Busfahrern für das Mitnehmen mit einem „thank you“ sowie auch in normalen Alltagssituationen mit anderen Leuten für die kleinsten Gefälligkeiten bedankt.

Ein paar Unterschiede sind auch im Straßenverkehr zu finden.

So ist es typisch englisch, dass im Straßenverkehr nicht wie bei uns auf der rechten Seite, sondern auf der linken Seite gefahren wird. Allerdings sind hier nur selten Fahrradfahrer zu entdecken, sondern vor allem Busse und Pkws.

Zu beobachten ist auch, dass die Engländer bei der Arbeit viel ordentlicher und feiner gekleidet sind. So ist es üblich, dass zum Beispiel in der Restaurantküche die Köche und Küchenhilfen feine schwarze Stoffhosen tragen. Allerdings beginnen die Engländer hier ein bisschen später mit der Arbeit als in Deutschland. So fangen Büromitarbeiter z.B erst um 9 Uhr an, wobei in Deutschland sogar oftmals schon um 7 Uhr begonnen wir. Geschäfte öffnen ihre Türen auch erst gegen 09.30 Uhr.

Die Kleiderordnung ist aber nicht nur an Arbeitsplätzen zu finden, sondern auch bei den Schulkindern, die man in dem Bus auf dem Weg zur Arbeitsstelle antrifft. Für sie scheint es normal und üblich zu sein, in Schuluniformen zur Schule zu kommen, was ebenfalls einen Unterschied zur Kleiderordnung in deutschen Schulen zeigt.

Eine andere Sitte ist hier auch in den so genannten „Pubs“ anzutreffen. So wird man nicht am Tisch bedient und gibt auch dort nicht die Bestellungen von Essen und Getränken auf, sondern macht sich selber auf den Weg zur Theke um dort zu bestellen und auch direkt zu bezahlen.

Man sieht also, dass in unterschiedlichen Ländern auch unterschiedliche Kulturen und Lebensweisen zu finden sind.

Linda Specht

Montag, 22. November 2010

Sightseeing in Dublin

Nun bricht die letzte Woche an und wir denken schon jetzt an die Ereignisse der letzten Wochen zuück. In der ersten Woche, die ja nun schon einige Zeit zurückliegt, haben wir täglich nach dem Sprachkurs Sehenswürdigkeiten der Stadt mit unserer brasilianischen Reiseführerin Marta besichtigt.

Am ersten Tag haben wir eine allgemeine Führung durch Dublin gemacht, in der wir die Stadt kennen gelernt und besondere Gebäude, Straßen und Stadtteile (z.B. Temple Bar) besucht haben.

Danach haben wir am Dienstagnachmittag das National Museum besucht, wo es alles Interessante und Wissenswerte über die Vergangenheit von Irland zu bestaunen gab. Unter anderem gab es dort 3000 Jahre alte mumifizierte Moorleichen zu sehen.

Da am Mittwoch unsere Tour außerhalb von Dublin zur Küste von Howth aufgrund des schlechten Wetters abgesagt wurde, haben wir das Wikingermuseum besucht. Auch dort erfuhren wir Wissenswertes über die Vergangenheit von Irland (nur diesmal aus der Zeit der Wikinger).

Nachdem wir dann am Donnerstag das Trinity College besucht hatten, in dem das berühmte Buch der Kelten zu sehen war, folgte dann am Freitag das absolute Highlight: Das Guinness Storehouse!
Zu sehen gab es dort alles, was man über das Unternehmen, das Bier und die Brauerei wissen muss. Anschließend gab es im Turm des Storehouses, von dem aus man über ganz Dublin blicken konnte, eine Kostprobe des berühmten Bieres (selbstverständlich nur für alle über 18 ;-) ).

Am Samstag ging es dann einen ganzen Tag lang in die Berge von Glendalough, wo alte Gebäude aus der Zeit vor den Wikingern und eine schöne Berg- und Flusslandschaft zum Wandern einluden.

Am Sonntag der zweiten Woche haben sich einige von uns entschieden, in das neu erbaute beeindruckende Aviva Stadion zu fahren, um das legendäre Pokalfinale des hochklassigen irischen Fußballs ( ;-) ) mitzuerleben, welches nach Elfmeterschießen (2:0 nach 9 Elfmetern, KEIN Witz!) endete.

Das Sightseeing mit Marta hat uns allen sehr viel Spaß gemacht und wir möchten anmerken, dass keiner zwischendurch nach H&M oder McDonalds verloren gegangen ist. :-)

Goodbye sagen Lukas Achtermann und Matthias Bals!

Interkulturelle Unterschiede

Die Engländer sind richtig freundlich und hilfsbereit, was ich schon in den ersten Tagen in England festgestellt habe, als ich meine richtige Bushaltestelle und meinen Arbeitsplatz finden musste. Sie sind sehr förmlich und sagen immer "please", "thanks" und "sorry". Typische Gerichte sind Fish & Chips, Baked Beans, Pastry (Blätterteigtaschen), Sausage Rolls und Chicken Tikka Masala. Hier gibt es viele Pubs und indische Restaurants. Die Engländer sind sehr höflich. Es gibt kein Gedränge in Schlangen und auch nicht vor den Bussen, es wird sich immer schön hintereinander aufgereiht. Typisch Englisch sind auch die Doppeldeckerbusse und die roten Telefonzellen.

Früher war das englische Frühstück eine große Mahlzeit (Würstchen, Speck, Eier, Tomaten, Pilze…). Heutzutage gibt es zum Frühstück meist nur Toast und Cornflakes. Mittags zum Lunch gibt es meist nur eine schnelle Mahlzeit, da die Leute arbeiten müssen und keine Zeit haben viel zu essen. Deshalb gibt es dann zum Beispiel Sandwiches, Obst, oder Toast. Danach ist dann immer noch ein bisschen Zeit für einen kleinen Snack, der dann meist aus Chips, Schokoriegeln oder anderen Süßigkeiten besteht. Da es morgens und mittags nur schnelles Essen gibt, ist das Abendessen die wichtigste Mahlzeit des Tages, diese ist vergleichbar mit dem Mittagessen in Deutschland.

Wenn man hier mit dem Bus fahren will, muss man ein Handzeichen geben , damit der Busfahrer an der Bushaltestelle anhält. In Deutschland ist das nicht nötig, denn da hält der Bus an jeder Haltestelle, an der Menschen stehen. Der Linksverkehr ist eine ganz schöne Umstellung! Am Anfang guckt man automatisch in die falsche Richtung und wundert sich, wenn dann der Bus von hinten an einem vorbei rauscht. Außerdem machen die Geschäfte hier viel früher zu als in Deutschland.

Ein weiterer Unterschied sind die Häuser, denn es gibt hier fast nur Reihenhäuser. Es gibt kaum ein Haus, was mit den Nachbarhäusern nicht in Berührung steht. Die Bauart ist immer gleich, nur die Wandfarben variieren. Die Grundstücke sind hier klein und es gibt kaum einen Vorgarten vor dem Haus. Ich habe bis jetzt noch kein Haus gesehen, was einen Garten besitzt. Der Arbeitstag fängt hier später an. Meistens so um 9 Uhr und dementsprechend müssen die Leute dann auch länger in den Nachmittag hinein arbeiten. Während der Arbeit trägt man hier angemessene Kleidung zum Beispiel Stoffhosen. Jeans trägt man eher in der Freizeit. In Deutschland muss man keine Stoffhosen anziehen, man kann auch mit einfachen Jeans zur Arbeit gehen. In Plymouth sind viel weniger Radfahrer unterwegs als in Münster. Wenn man eine Ampel überqueren will, steht unten auf dem Boden aus welcher Richtung die Autos kommen und wo man dann hingucken muss „look right“. Das ist eine gute Orientierungshilfe.

Liebe Grüße aus Plymouth
Clarissa Hülsmann

Ein Arbeitstag in Wien







Ein Arbeitstag in Wien

Mein Arbeitstag beginnt um 7.00Uhr. Nach einem kurzen Frühstück verlasse ich gegen 7.45Uhr die WG. Zunächst muss ich ca. 5 Minuten bis zur Straßenbahn laufen. Im Anschluss daran fahre ich mit der U1 drei Stationen zur nächsten Haltestelle, wo ich dann in die U2 wechsele. Gegen 8.20Uhr erreiche ich dann die Haltestelle „ Alte Donau“, von der aus ich noch ca.5 Minuten zu Fuß bis zum Kindergarten KIWI (Kinder in Wien) zurücklegen muss.
Dort angekommen schaue ich, in welcher der 5 altersgemischten Gruppen ich gebraucht werde. Meistens frühstücken die Kinder um diese Zeit noch, sodass ich mich zu ihnen setze und ihnen je nach Bedürfnis helfe. Nachdem Frühstück beginnt die Freispielphase, in der die Kinder sich aussuchen können, was sie gerne machen wollen, z. B. malen, etwas bauen, puzzeln oder auch Bücher anschauen. Oft werden auch Angebote wie z. B. backen angeboten. Außerdem haben die Kinder die Möglichkeit, die Gruppe zu wechseln um dort zu spielen. Meine Aufgabe dabei ist es, die Kinder zu betreuen und zu unterstützen. Je nach Wetterlage besteht auch die Möglichkeit, nach draußen auf den Spielplatz zu gehen.
Gegen 11.00Uhr versammeln sich die Kinder in ihren Gruppen zu einem Sitzkreis. Hier werden dann aktuelle Themen besprochen sowie Lieder gesungen und Fingerspiele gespielt. Um 11.30Uhr gibt es dann Mittagessen. Auch hier ist es meine Aufgabe, vor allem die kleinen Kinder beim Essen zu unterstützen. Nachdem Mittagessen ist dann die Mittagsruhe angesagt, bei der sich die kleinen Kinder (1-3 Jahre) hinlegen und die größeren sich in den Gruppen verteilen. Entweder beschäftige ich mich mit den Kindern oder passe auf die schlafenden Kinder auf. Ab 14.00Uhr gibt es dann die „ Jausel“, eine Art Mittagssnack. Hierfür müssen Obst, Gemüse sowie Brot zubereitet werden. Nach der „ Jausel“ haben die Kinder wiederrum die Möglichkeit frei zu entscheiden, was sie machen wollen. Oft wird nachmittags der Bewegungsraum zur Verfügung gestellt, in dem ich dann bis zum Feierabend um 15.30Uhr die Kinder betreue.

Schöne Grüße aus Wien
Christoph Heitland




Alexander´s Arbeitstag:
In meinem Betrieb, einer Kunstschlosserei und Metallbaufirma, wird in der Woche von 7.00Uhr bis 16.00Uhr gearbeitet. Ich verlasse die Wohnung um 6 Uhr morgens und gehe Richtung Straßenbahn (Linie U42), danach muss ich in die U-Bahn (Linie U6) umsteigen, mit der ich eine halbe Stunde unterwegs bin. Daraufhin fahre ich noch mit einem Linien Bus (Linie A66) bis zu meiner Firma, die Bushaltestelle ist genau nebenan.
Mein Arbeitstag beginnt mit einer kurzen Besprechung mit dem Meister. Wir besprechen, was alles auf dem Plan steht und erledigt werden muss. Meistens muss ich selbständig arbeiten und nach Lösungen suchen, was mir sehr gut gefällt. Die Arbeitskollegen sind super nett und bieten mir ihre Hilfe an, wenn Probleme auftauchen. Es läuft alles sehr ruhig ab. „In der Ruhe liegt die Kraft“ wird mir immer gesagt.
Mein letztes Projekt war, einen Wagen für ein Stromaggregat zu bauen, damit die Mitarbeiter, wenn sie zur Baustelle fahren, ihn nicht schleppen müssen. Ich durfte vom Entwurf bis zur Fertigstellung alles selber machen, wie zum Beispiel den Grundriss zeichnen, Material zusägen sowie schweißen. Es wird durchgehend ohne Frühstückspause von 7.00Uhr bis 12.00Uhr gearbeitet. Jedoch ist es jederzeit möglich, zwischendurch etwas zu essen. Die Mittagspause dauert eine halbe Stunde von 12.00Uhr bis 12.30Uhr. Neben solchen Projekten fallen auch alltägliche Arbeiten wie zum Beispiel Müllentsorgen und den Arbeitsplatz aufräumen an.







Wagen für Stromaggregat

Schöne Grüße aus Wien
Alexander Derksen
Hallo liebe Leser!

Hier in Sevilla ist es auch noch im November schön. In der ersten Woche hatten wir alle ganz vergessen, dass wir schon im Herbst sind. Es waren tatsächlich 30 Grad in der Sonne.
Bei solchen Temperaturen macht es natürlich Spaß etwas zu unternehmen. Das haben wir uns dann auch nicht nehmen lassen und sind direkt am Samstag, in einer kleinen Gruppe zu dem bekannten Parque María Luisa gegangen. Wir waren beeindruckt von den vielen unterschiedlichen Facetten, die ein Park hergeben kann. Wir haben es genossen, durch den großen Park zu spazieren und dabei immer wieder neue „Entdeckungen“ zu machen. Es gab dort viele verschiedene Springbrunnen, kleine Seen mit Brücken darüber und außerdem war die Bepflanzung sehr interessant. Man sieht Palmen und direkt neben an steht ein normaler Baum, wie man es aus Deutschland kennt.
Ein weiteres Highlight war natürlich der Plaza de Espana. Man steht vor so einem riesigem Gebäude und weiß gar nicht, was man sich zuerst ansehen soll. Soll man als erstes einfach nur staunen, oder los laufen um alles genau anzusehen? Ich denke, wir haben als erstes unsere Kamera aus der Tasche genommen und eine Vielzahl von Fotos geschossen.
Von Incoma wurde ein Ausflug organisiert, dessen Ziel Córdoba war. Die Stadt hat viele kleine und enge Gassen. Wir waren dort an verschiedenen Sehenswürdigkeiten. Eins davon war die Catedral la Mosquita von Córdoba.
Am vorletzten Sonntag in Sevilla haben wir uns auf den Weg zur Catedral gemacht, um sie zu besichtigen. Bevor wir diese besichtigen konnten, mussten wir erst einmal 15 Minuten warten. Es waren so viele Leute dort, dass wir erst anstehen mussten, um zur Kasse zu gelangen. Der Eintritt kostete zwei Euro, aber die waren es uns Wert.
Natürlich wollten wir am liebsten sofort auf den Giralda (Kirchenturm) hinauf, um zu sehen, ob man wirklich so eine tolle Aussicht hat wie man das vorstellt. Jedoch haben wir uns erst die Kirche von innen angesehen und sind dann schließlich auf den Turm heraufgestiegen. Als wir oben ankamen, konnten wir über ganz Sevilla schauen. Es waren 34 Stockwerke, die zu überwältigen waren bis nach oben. Aber es hat sich gelohnt!

In der ersten Woche war es sehr komisch, wenn man in einen Laden ging und die Leute dort nur Spanisch sprachen. Alles kam einem sehr fremd vor. Jedoch haben wir unsere Erfahrungen gesammelt. Beim Einkaufen war es oft nicht einfach, die Preise zu verstehen, wenn man an der Kasse stand zum Bezahlen. Jedoch gab es nette Verkäufer, die einem das Kassenschild zudrehten, sodass man die Zahl sah. Dies war aber nicht immer der Fall. In einem Tabakladen wurde der Verkäufer sehr ärgerlich und antwortete gar nicht darauf, wenn man erneut nach dem Preis fragte. Wir wollten Briefmarken kaufen und hatten nur einen Zehneuroschein, der Verkäufer wollte von uns lieber Kleingeld haben. Dies hatten wir aber nicht beim ersten Mal verstanden und er guckte ärgerlich, nahm den Schein von uns, gab Wechselgeld heraus und schlug die Kasse zu. Man kann also nicht sagen, dass alle Spanier Verständnis haben. Aber im Großen und Ganzen haben wir sonst nur positive Erfahrungen gemacht.

Sevilla ist eine sehr laute Stadt. Wenn man auf der Straße steht, dauert es keine 5 Minuten und irgendein Autofahrer drückt voll auf die Hupe. Die Spanier fahren anders Auto als die Deutschen. Man könnte denken, es gibt gar keine Verkehrsregeln. Außerdem hört man ständig laute Sirenen oder einfach nur schnelle Motorräder oder das Hufgeklapper von den Kutschpferden. Wenn man jedoch weiter in die Innenstadt kommt, wird es ein wenig ruhiger und die positiven Seiten von Sevilla werden entdeckt. Ich finde die Straßenbahn besonders gut. Es gibt nur eine, sodass man niemals in die falsche steigen könnte. Diese fährt auch nur eine Strecke.
Die kleinen und engen Gassen machen das Stadtfeeling aus. Außerdem das Kopfsteinpflaster in allen Gassen. Oft sitzen die Menschen mit ihren Tischen aus den Kaffees bis auf die Straßen. Auch die großen Plätze, wie der Plaza Nueva, sind ein Merkmal der Stadt. Sevilla ist eine sehr kulturelle Stadt. Es gibt viele Sehenswürdigkeiten und Attraktionen, die man sich nicht entgehen lassen sollte, wenn man schon einmal dort ist!


Schöne sonnige Grüße,
Franziska Heitmann

Interkulturelle Unterschiede

Interkulturelle Unterschiede

Bevor ich in den Südwesten von England gereist bin, war meine Erwartungshaltung die Folgende:
Durch Rosamunde Pilcher Filme hatte ich das Bild von kleinen Backsteinhäusern, urigen Pubs und alten Cottages vor Augen. Ich dachte, dass Höflichkeit und Hilsbereitschaft zu weit verbreiteten Tugenden auf der Insel gehören. Aus dem Fernsehen kannte ich die Wettleidenschaft der Engländer bei Pferderennen sowie snobistische Frauen mit großen Hüten. Ausserdem wusste ich, dass sich die englische Sprache insbesondere bei den Frauen überall gleich hoch und meldodisch anhört. Ich war gespannt, ob das englische Wetter wirklich so regnerisch und die englische Küche wohl besser als ihr Ruf sein wird.

Alles nur Klischees oder doch der Wirklichkeit entsprechend?

Aufklärung:

Entlang der Küste kann man diese wunderbare idylische Landschaft aus den Rosamunde Pilcher Filmen entdecken. Aber eben nur dort. Das Leben in der Stadt ist mit Deutschland durchaus vergleichbar. Alltagsstress und eine “Rush Hour” findet man anscheinend überall.
Die bekannte Höflichkeit und Hilfsbereitschaft erfahre ich ständig. Auf der Arbeit werde ich mehrmals am Tag “How are you?” und “Is everything all right?” gefragt. Ein ganz anderes Gefühl als in Deutschland, an das man sich - im positiven Sinne - erst einmal gewӧhnen muss! Selbst der Busfahrer bedankt sich, wenn man wieder aussteigt. Bei der andauernden Unpünktlichkeit der Busse finde ich das jedoch auch durchaus angebracht!
Die Wettleidenschaft gehört auf jeden Fall zu einer auffälligen Tugend auf der Insel. Casinos findet man nicht selten. Die Frauen mit den Hüten habe ich natürlich nicht getroffen! Frauen mit gleich klingenden Stimmen hingegen überall!
Und das Wetter? Der Jahreszeit entsprechend, regnet und stürmt es hier ständig. Die Temparatur im November ist im Vergleich zu Deutschland jedoch hӧher.
Die englische Küche ist sehr gewöhnungsbedürftig. Sehr kalorienreich und nährstoffarm. Doch eine zunehmende Revolution hin zum “continental-style” kann man insbesondere in den Pubs und Restaurants feststellen.

Es werden also doch, trotz der EU-Zugehörigkeit, entscheidende Unterschiede in der Lebensweise und in der Mentalität erkennbar.

Das belegen auch diese offensichtlichen Tatsachen:
Engländer messen in inches und feet statt in Zentimeter und Meter
Engländer wiegen in stones statt in Kilos
Engländer tanken gallons statt Benzin
Engländer bezahlen mit Pfund statt mit Euro
Engländer fahren links statt rechts

Im Laufe meines Aufenthaltes habe ich mir dann die Frage gestellt : WARUM eigentlich? Warum beharren die Briten so auf Ihren Tugenden? Eine schlüssige Antwort habe ich jedoch nicht gefunden. Wahrscheinlich lässt sich diese Frage nur mit der Antwort Tradition und Nationalstolz begründen.


verfasst von
Larissa Lütke Besselmann

Sonntag, 21. November 2010

...typisch englisch


Nach 3 Wochen Aufenthalt in England, konnten wir natürlich schon so einige kulturelle Unterschiede zu Deutschland feststellen. Zuerst einmal ist uns direkt in den ersten Tagen die Freundlichkeit der Engländer aufgefallen. Bei jeder auch so kleinsten Kleinigkeit wird sich hier entschuldigt oder bedankt. Wir sind hier in Plymouth viel mit dem Bus unterwegs und es kam uns zum Beispiel recht komisch vor, dass sich jeder, der aus dem Bus aussteigt, noch bei dem Busfahrer mit einen „thank you“ oder „cheers“ verabschiedet. Natürlich hat man sich so einige Verhaltensweisen direkt abgeguckt um nicht als unhöflich zu gelten.
Das Merkwürdigste an den Engländern ist deren Temperaturempfinden. Es ist zurzeit November, doch das es so langsam kälter wird scheint viele Einheimischen hier nicht zu interessieren. Wenn man durch das „City Centre“ von Plymouth läuft, kann man immer wieder Menschen in Shorts, T-Shirt und nicht selten sogar in Flip-Flops entdecken! Wieso friert man hier nicht so schnell? Aber den Grund dafür habe ich bisher noch nicht herausfinden können.
Carina und ich wohnen in einer typisch englischen Wohngegend. Die Häuser sind alle etwas alt und haben diese klassischen nach außen gewölbten Fenster. Das Foto zeigt einen kleinen Einblick in die Straße, die zu unserem Haus führt. In unserer Gastfamilie bekommen wir jeden Tag Frühstück und Abendessen. Das Frühstück ist hier sehr einfach, denn es gibt jeden Tag Toast mit Marmelade und Cornflakes oder Müsli. So langsam freuen wir uns schon richtig auf ein deutsches Brötchen! Das Abendessen findet bei uns zwischen 17-18 Uhr statt und unterscheidet sich nicht so sehr vom deutschen Essen. Natürlich haben wir aber auch schon die englischen Baked Beans - Bohnen in Tomatensauce - und „fish & chips“ serviert bekommen, wobei das letztere wirklich lecker ist. Am Hafen gibt es zahlreichen kleine Fish & Chips Imbisse, allerdings soll die Zahl der indischen Restaurants diese angeblich schon eingeholt haben. Indisches Essen ist aufgrund der vielen Immigranten inzwischen auch "typically English". Deshalb sind wir am Freitag alle zusammen indisch essen gegangen.
Für die letzte Woche erhoffe ich mir noch weitere neue und interessante Eindrücke, vor allem natürlich auch von London!

Viele Grüße, Verena

Arbeiten in Sevilla




Arbeiten in Sevilla




Mein Praktikumsplatz hier in Sevilla ist ein Drei Sternehotel namens "Hotel Eurostars Regina" der Hotelkette "Eurostars Hotels"

Der von außen auf den ersten Blick unscheinbare Eindruck dieses Hotels mag, wenn man eintritt, sofort vergessen sein. Die elegante und einladende Einrichtung gibt der Eingangshalle eine freundliche, warme Athmosphere.
Wenn ich zur Arbeit komme, gehe ich durch die Eingangshalle, dann an der Rezeption vorbei, durch einen Flur neben dem Speisesaal, eine Teppe runter in den Keller in einen Raum, wo mich Tag für Tag 8 nette Mitarbeiterinnen und mein Chef erwarten. Mein Chef und meine Mitarbeiterinnen sind stets freundlich und haben, wenn ich etwas frage, immer ein Grinsen im Gesicht. Wir unterhalten uns zwar nicht sehr viel, da alle beschäftigt sind, kommen aber ab und zu ins Gespräch.
Ich musste bis jetzt abends arbeiten, was sich ab nächster Woche jedoch vielleicht ändert, da ich meine Arbeitszeiten eventuell mit meiner Kollegin Geraldine tausche. Mein bisheriger Tagesablauf bestand bislang darin, morgens um 8 Uhr mit Paul zu frühstücken, um unserer Gastmutter die Arbeit zu sparen zweimal Frühstück zu machen. Nach dem Frühsück habe ich mich entweder noch einmal kurz hingelegt oder bin in die Stadt gegangen. Dort habe ich mich ins Café gesetzt und Postkarten geschrieben. Nach dem Mittagessen um etwa 2:30 Uhr mache ich mich fertig und gehe 15 oder 20 Minuten nach 3 los, um pünktlich um 4 Uhr anzukommen, da der Weg etwa 40 Minuten in Anspruch nimmt. Angekommen begrüße ich freundlich den Empfang und gehe den oben beschriebenen Weg. Mit einem ebenfalls freundlichen "Hola!" begrüße ich meine Arbeitskollegen und setze mich an meinen Computer. Ich frage, was es für mich zu tun gibt und fange nach einer gegebenfalls benötigten Einleitung an. Der größte Teil meiner Arbeit bestand bis jetzt daraus, bestimmte Preise aus dem Internet zu suchen und in eine Excel Tabelle einzutragen. Nach der Fertigstellung schicke ich die Tabellen an die Mitarbeiterinnen. Ich frage, was ich machen kann und mir wird eine neue Aufgabe erteilt. Durch die teilweise monotone Arbeit ermüdet, gehe ich gegen halb 8 los und komme ungefähr um 10 Minuten nach 8 an. Wenn ich Zuhause bin, essen wir meist sofort zu Abend. Abhängig davon, wozu wir Lust haben, gehen wir noch ein wenig durch die Stadt oder bleiben Zuhause. Mit deutlichen Verbesserungen meiner Sprachkenntnisse gehe ich positiv und voller Elan in die nächste und letzte Woche des Schülerbetriebspraktikums in Sevilla.

Das war's von mir
Dankeschön

Schöne Grüße aus Spanien

Hendrik Witte

¡ Viva Sevilla!

Bei Cocoon Childcare in Dublin



Der Kindergarten „Cocoon Childcare“ hat mehrere Einrichtungen in Dublin.
In meinem Kindergarten sind fünf Gruppen mit unterschiedlichen Altersstufen. Die jüngsten Kinder sind die Babys, insgesamt vier, die von einer Erzieherin betreut werden. Danach kommen die „Wobbler“. Davon gibt es bei uns acht im Alter von 1-2 Jahren. Hier werden zwei Erzieher eingesetzt. Die 2-3 Jahre alten Kinder werden „Toddler“ genannt. Sie lernen bereits Manieren beim Essen sowie den Umgang mit anderen Kindern. Auch diese werden von zwei Erziehern versorgt. Die Kinder in der „Pre-school“ sind im Alter von 3-4 Jahren. Sie erlernen mit Hilfe bestimmter Lieder und Spiele das Alphabet sowie die Zahlen von 1-10. In jedem Gruppenraum sind die Zahlen sowie das Alphabet an die Wand gemalt.



Für diese Kinder ist nur eine Erzieherin zuständig, da sie bereits sehr selbstständig sind. Die 4-5 Jährigen werden in der „Montessori Pre-school“ auf die Schule vorbereitet. Mit 5 Jahren werden die Kinder hier in Irland bereits eingeschult. Auch diese Gruppe von Kindern wird von einer Erzieherin beschult und versorgt.

Der Kindergarten ist von 6:30 Uhr – 18:30 Uhr geöffnet.
Mein Arbeitstag beginnt um 9:00 Uhr. Morgens unterstütze ich die Erzieherin in der „Pre-school“. Die Kinder beenden gerade ihr Frühstück, wenn ich komme. Meine Aufgabe ist es dann mit der Erzieherin die Kinder zu waschen und den Gruppenraum zu säubern. Währenddessen spielen die Kinder für sich. Um 10 Uhr gibt es bereits den ersten Snack. Dies ist oft Toast oder Kräcker und Wasser. Danach werden die Windeln gewechselt und jedes Kind muss zur Toilette gehen. Jeder Toilettengang und jede Mahlzeit, die das Kind einnimmt, werden auf einem Zettel, den die Eltern am Ende des Tages mitnehmen können, vermerkt. Zwischen 10:00 Uhr und 11:30 Uhr werden jeden Tag unterschiedliche Aktivitäten wie Malen, Basteln, Singen gemacht.


Diesen Baum haben die Kinder zu Beginn der Herbstzeit gebastelt.

Bei gutem Wetter spielen die Kinder auch gerne draußen mit den Autos. Um 11:30 Uhr gibt es dann das Mittagessen, das liebevoll von der Köchin des Kindergartens zubereitet wird. Danach ist Ruhezeit. Die meisten Kinder gehen schlafen. In einem großen Raum des Kindergartens hat jedes Kind eine eigene Matratze. Rund 25-30 Kinder schlafen hier mittags. Einige Erzieher und ich bringen die Kinder in ihre „Betten“ und streicheln jedes einzelne Kind in den Schlaf. Nachdem alle Kinder schlafen, gehe ich in meine einstündige Mittagspause. Der Nachmittag gestaltet sich bei mir immer unterschiedlich. Meistens verbringe ich diesen in unterschiedlichen Gruppen. Der Snack (Obst oder Gemüse) um 14:15 Uhr ist für alle Gruppen gleich. In Irland ist immer um 15:30 Uhr „Tea Time“. Im Kindergarten bekommen die Kinder um diese Uhrzeit eine warme Mahlzeit wie Nudeln, Bohnen mit Toast oder Suppe. Nach dieser Mahlzeit ist wieder Windelwechsel angesagt. Um 17 Uhr endet mein Arbeitstag.

Meine Kollegen sind alle sehr hilfsbereit und freundlich. Zudem haben sie Verständnis für mein nicht perfektes Englisch. Es sind elf Erzieherinnen und eine Köchin, die die Kinder jeden Tag versorgen.Die Arbeit mit den Kindern erfordert viel Geduld und Energie. Trotzdem sind sie immer freundlich im Umgang mit den Kindern.


Nicole Otte

Arbeiten beim Fernsehen in Dublin!


Jetzt ist schon die dritte Woche vorbei - und die Zeit ging rum wie im Flug. Ich habe hier viel erlebt und bei meiner Arbeit beim Fernsehen viele neue und nette Leute kennen gelernt. So ging dann auch meine 3. Woche in Irland schnell um. Jetzt ist nur noch eine Woche und wir sind wieder in Deutschland.

Ich arbeite beim City Channel, dem lokalen Fernsehsender Dublins. Der Sender produziert viele verschiedene Sendungen wie bzw. Werbespots, Talkshows, Nachrichten und Reportagen zum Dubliner Alltag. Viele verschiedene Dinge gehören zu meinen Aufgaben als Praktikantin. So muss ich Excel Tabellen erstellen, DVDs brennen, Musikvideos an der richten Stelle schneiden oder im Internet recherchieren. An einem Tag durfte ich zum Außendreh mit in die Stadt fahren. Es war sehr interessant zu sehen, wie so etwas abläuft, da ich das ja in Deutschland noch nie gesehen habe.
Wir waren an 2 verschiedenen Drehorten. Am ersten durfte ich sogar vor der Kamera helfen. Ich war darüber sehr überrascht, aber ich fand es nett, dass ich das machen durfte.

Mit meiner Arbeitskollegin in der Kulisse für die Talkshow

Mein Arbeitstag beginnt um 9 Uhr und dauert bis um 16 Uhr, freitags bis 13 Uhr. Mittagspause habe ich von 13 Uhr bis 14 Uhr. Meistens gehe ich zunächst hoch und frage meinen Chef, was ich machen soll. Ich arbeite eigentlich jeden Tag an meinem Computer, was sozusagen für die drei Wochen mein Arbeitsplatz ist.

An meinem Arbeitsplatz

Meine Arbeitskollegen sind alle sehr freundlich und nett zu mir. Wenn ich auf Anhieb nicht alles verstehe, haben sie Geduld mit mir und versuchen, es mir so zu erklären, dass ich es verstehe. Ich kann immer fragen, wenn ich etwas nicht weiß.

Viele Grüße aus Irland
Lisa H.

Samstag, 20. November 2010

Ein Arbeitstag in Sevilla


¡Buenos días!
Ich arbeite in einem Architektenbüro. Die Architekten nennen sich " SAP ARQUITECTOS".
Ich würde das Büro als klein beschreiben. Ich arbeite mit meinem deutschen Chef " Jörg Osterburg", einer Spanierin " Xenia " und einem Italiener "Fabio", der hier in Sevilla auch ein Praktikum absolviert. Mein Praktikumsplatz liegt am äußeren Rand der Innenstadt.
Ich gehe jeden morgen um ca. 8.20 Uhr aus dem Haus, laufe 10 Minuten zur Bushaltestelle und fahre dann ca. 30 Minuten mit dem Bus zu meinem Praktikumsplatz.
Jeden morgen warte ich um 9 Uhr auf meine Kollegen, die dann das Büro aufschließen. Diese treffen meist mit spanischer Verspätung von 5- 10 Minuten ein.
Ich habe bisher eine Power-Point-Präsentation bearbeitet und Wettbewerbe dokumentiert. Ich habe mich ausserdem über aktuelle Projekte informiert und verschiedene nebensächliche Aufgaben erledigt.
An einem Arbeitstag machen wir nach ca. 2-3 Stunden eine Kaffe-Pause. Also runter in die Bar, einen Kaffe trinken und ein Bocadillo essen.
Nach dem Kaffe habe ich wieder Energie und arbeite weiter, bis 14 Uhr.
Danach mach ich mich auf den Rückweg mit dem Bus und bin gegen 14:40 zu Hause.
Zu Hause angekommen gibt es direkt Mittagessen und ein nettes Gespräch mit der Gastmutter.
Gegen 15.20 habe ich fertig gegessen. Danach ruhe ich mich noch 1 bis 2 Stunden aus, lerne etwas Vokabeln oder schreibe Postwkarten.
Am späteren Nachmittag treffe ich mich mit Freunden, deutschen, fränzösischen und italienischen.
Wir essen 1,2 Tapas und kehren gegen 20.30 Uhr nach Hause für das Abendbrot zurück.
Nach dem Abendbrot schreiben wir mit unseren Familien oder gehen manchmal noch für 'ne Stunde in die Stadt.
Gegen 11 Uhr legen wir uns schlafen, um am nächsten Tag ausgeschlafen arbeiten zu können.
¡Hasta pronto!

Paul Hedwig

Arbeiten in einer Unternehmensberatung in Dublin

Nun ist mittlerweile schon meine zweite Woche vom Praktikum in einer Unternehmensberatung um. Jeden Morgen nehme ich den Bus gegen halb neun in die Stadt. Mein Arbeitstag geht von 09.30 Uhr bis 17.30 Uhr mit einer Stunde Mittagspause.

Das Büro ist in einem Gebäude, in dem sich mehrere verschiedene Firmen befinden. Zu den Aufgaben einer Unternehmensberatung gehören unter anderem das Erstellen der Jahresabschlüsse oder Steuererklärungen für die Mandanten (verschiedene Firmen). In diese Bereiche bekomme ich während meines Praktikums einen Einblick. Es arbeiten alle mit Laptop, einige auch oft mit zweien, weil sie mit verschiedenen Programmen gleichzeitig arbeiten.

Mein Arbeitstag ist jeden Tag anders. Ich mache immer unterschiedlich Dinge, denn jeden Tag bekomme ich andere Aufgaben. Unter anderem mache ich für verschiedene Mandanten sogenannte „Vat Returns“, d. h. ich ermittele die Steuern, die der Mandat nach jeweils zwei Monaten an das Finanzamt zahlen muss. Ich übertrage die Daten auf ein Formular und dieses wird weggeschickt. Die Steuersätze hier in Irland sind anders als in Deutschland. Die Mehrwertsteuer beträgt hier 21 % bzw. 13,5 %. Sonst arbeite ich viel mit Excel, erstelle Tabellen oder ähnliches. Das sind alles Vorarbeiten für Bilanzen oder Jahresabschlüsse der Mandanten. Die fertigen Jahresabschlüsse binde ich anschließend zu einem Ringbuch zusammen.

Ich habe zehn Kollegen, die sehr nett und hilfsbereit sind. Es ist kein Problem, wenn ich mal nachfragen muss, weil ich nicht alles sofort verstehe. Meistens klärt sich das Problem aber auch, wenn sie mir an einem Beispiel zeigen, wie es gemacht werden soll. Mein Ansprechpartner fragt dennoch immer nach, ob alles gut klappt und in Ordnung ist. In den letzten beiden Wochen waren alle viel beschäftigt, weil ein Steuertermin ansteht, zu dem noch viel fertig gemacht werden muss.

Viele Grüße aus Dublin
Anja

Donnerstag, 18. November 2010

Ein Arbeitsalltag in Ungarn

Unser Arbeitstag beginnt um 7.20 Uhr. Zusammen mit den Leuten, die nach Budapest fahren, verlassen wir die Wohnung und gehen Richtung Bahnhof. Am Bahnhof trennen sich die ersten Wege, die Praktikanten, die ihren Praktikumsplatz in Budapest haben, steigen nun in die Bahn, Niklas, Benjamin und Frank gehen nun zu ihrem Praktikumsplatz in Szentendre.
Benjamin und Niklas arbeiten in einer Autowerkstadt.
Frank arbeitet in einem Mietservice für Bau- und Gartengeräte.

Frank`s Arbeitstag:
In der Firma, in der ich arbeite, wird in der Woche von 6-18 Uhr gearbeitet, samstags und sonntags von 8-12 Uhr. Ich arbeite in der Woche von 8-15 Uhr. In dieser Zeit arbeite ich mit einem mir zugestellten englischsprachigen Mitarbeiter zusammen, die Verständigung in der Firma läuft meist über ihn, da er die einzige Person in der Firma ist, die Englisch sprechen kann. Durch meine vorausgehenden Kenntnise werden mir schon einige Aufgaben zugeteilt, die ich alleine erledigen darf. Zum Aufgabenbereich in meiner Firma gehören Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten. Die Zusammenarbeit mit meinem Arbeitskollegen macht mir sehr viel Spaß. Was etwas gewöhnungsbedürftig für mich war, waren die Pausenzeiten, denn es gibt keine, wenn man eine Pause braucht, macht man eine. Um 15 Uhr beende ich meine Arbeit und mache mich auf den Weg zur Wohnung.

Benjamin’s Arbeitstag:
Meine Arbeit beginnt um 8 Uhr morgens und geht bis 15 Uhr. Anfangs war die Verständiegung mit meinem Arbeitskollegen sehr schwierig, da sie gar kein Englisch und nur ein bisschen Deutsch können. Inzwischen klappt die Verstädnigung super und man macht auch Scherze miteinander. Es ist eine sehr kleine Autowerkstatt mit 2 Hebebühnen und 12 Beschäftigten. Es läuft dort alles sehr ruhig ab. „Nur die Ruhe“ wird uns immer gesagt. Immer wieder sollen wir eine Pause machen und uns wird ein Kaffee angeboten. Die Mitarbeiter sind wirklich sehr freundlich zu mir, auch wenn sie nicht die gleiche Sprache sprechen, versteht man sich irgendwie. Jeden Tag gegen 12 Uhr sagt man uns wir, sollen ins Auto einsteigen und dann fährt die ganze Belegschaft mit uns in ein Restaurant, wo wir Mittagessen bekommen. Ich darf dort auch viele Reperaturen an Kraftfahrzeugen alleine durchführen. So durfte ich zum Beispiel zusammen mit Niklas anfangen einen Zylinderkopf auszubauen oder ein Getriebe eines Suzuki Swift wieder zusammenbauen. Wenn man fragen hat, fragt man einfach und es wird einem notfalls mit Händen und Füßen erklärt.

Mittwoch, 17. November 2010

Meine englische Gastfamilie


Hallo zusammen,

Im folgenden Bericht erläutere ich einen typischen Tagesablauf in einer englischen Gastfamilie.
Ersteinmal ist eine Gastfamile natürlich kein Ersatz für das gewohnte Umfeld zu Hause, aber dafür der perfekte Ort, sich in das soziale Leben der Engländer zu integrieren und so alle Sitten und Gebräuche in einem fremden Land mitzuerleben.
Meine Gastschwester Katharina und ich wohen in einem kleinen Reihenhaus, nicht weit entfernt vom Hafen. Ein kleiner Garten gehört ebenso zu unserer Familie wie der Kanarienvogel “Sunny”.

Ein typischer englischer Tag beginnt mit einem “continental breakfast”, das heisst entweder mit einer Schuessel Cornflakes oder mit einem Marmeladentoast. Dazu gibt es meist Tee oder löslichen Kaffee. Beim Frühstück wird täglich der “Daily Mirror” oder ” The Herald” gelesen. Dort stehen alle lokalen und nationalen Ereignisse der letzten Tage drin.
Bevor man dann in den Arbeitstag startet, stellt man sich das “lunch-packet” für den Hunger zwischendurch zusammen. Meist beinhaltet das ein belegtes Sandwich und ein Stück Obst.
Nach acht Stunden harter Arbeit und einer langen Busfahrt freut man sich meist schon auf das “dinner”, dieses wird von unserer Gastmutter immer sehr liebevoll zubereitet und schon vor dem Servieren auf den Tellern portioniert. Ein gängiges Gericht sind Bohnen mit Kartoffeln , Würstchen und als Beilage ein Spiegelei. Nachtisch gehört natürlich auch zu einem perfektem dinner. Scouns (eine Art Plätzchen) mit Sahne und Marmelade sind hier der Renner. Zu trinken gibt es leider nur Leitungswasser mit ein paar Eiswürfeln.
Am Esstisch wird oft über die Ereignisse des Tages oder über neue Wochenendplaene gesprochen.

Nach einem anstrengenden Tag, mit vielen neuen Eindrücken, zieht man sich gegen 22.00Uhr zurück ins Schlafzimmer, welches ich mir mit Katharina teile.
Viele Unterschiede gibt es im Vergleich zu dem Leben in Deutschland nicht. Der Tagesablauf ist im Groben derselbe. Ein kleiner Unterschied ist lediglich, dass Essen und das Wetter schlechter ist! ;-)
Weiterhin ganz viel Spass im Ausland wünscht euch
Yvonne.

Arbeiten in Sevilla

Liebe Blogleser,

heute berichte ich euch von meiner Arbeit in Sevilla, vor allem von meinem ersten Arbeitstag, an dem alles ganz anders kam...Wie alle anderen sollte ich vor meinem ersten Arbeitstag auf ein Vorstellungsgespräch vorbeikommen. Da ich zu einer der Letzten gehörte, die mit dem Praktikum begonnen hatten, glaubte ich zu wissen, was auf mich zukam.

So war es aber nicht.

Während alle von derselben Mitarbeiterin zur Praktikumsstelle gebracht wurden, die wir schon von der Einführung in der ersten Woche kannten, wurde ich von einer mir völlig fremden Person begleitet. Es war auch ein Mitarbeiter von Incoma und wie alle anderen Mitarbeiter - zum Glück - sehr nett. :)

Für den Weg wurden 45 Minuten einkalkuliert, welches natürlich viel zu lang war, sodass wir bereits eine halbe Stunde zu früh dort waren. Bevor es losging, warteten wir im Park, in der Nähe vom Unternehmen. Meine Nervosität war wohl so offensichtlich, sodass der Mitarbeiter versuchte mich in einem Gespräch auf andere Gedanken zu bringen.

Das hat ganz gut geklappt - vorerst.

Das Unternehmen, für das ich arbeite, kümmert sich um Immigranten, die entweder eine Aufenthaltsgenehmigung haben, in Spanien arbeiten wollen usw.

Von außen sieht das Unternehmen ganz unscheinbar aus. Kommt man dann rein, befindet man sich in der großen Eingangshalle.


Die Anmeldung









Die Eingangshalle





Drumherum befinden sich die einzelnen Büros, die Anmeldung, die Rechtsanwälte, die Abteilung für soziale Arbeit, die Arbeitsvermittlung etc. und auch eine Art Kita darf nicht fehlen, in der kleine Kinder zwischen 1-3 Jahren betreut werden. In dieser Abteilung hätte ich mich sicher wohl gefühlt, aber leider bekam ich eine andere Aufgabe.


Die Rezeption






Die Arbeitsvermittlung




Das Vorstellungsgespräch war nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe, da es absolut nicht so ablief wie bei den anderen. Außerdem hat die Rechtsanwältin unheimlich schnell und leise gesprochen. Zudem kam noch, dass Sie im andalusischen Akzent sprach und in dem 15 qm großen Raum 3 Rechtsanwälte zugleich arbeiteten und ihre Gespräche führten.






der 15 qm große Raum aus 2 Perspektiven










Ich kam mir echt hilflos vor und versuchte nach den spanischen Wörtern zu schnappen, die aus Ihrem Mund kamen und wenigstens ETWAS zu verstehen. Und wenn es nur bei dem schlechten Verständnis geblieben wäre, hätte ich es noch verkraftet. Doch dann stellte Sie die entscheidende Frage:"Soll die Praktikantin heute schon hier bleiben?" "Claro, que sí" hörte ich nur und hoffte ich hatte mich verhört. Alle anderen mussten nach dem Vorstellungsgespräch nicht sofort arbeiten, sondern erst am nächsten Tag, dachte ich bloß, wieso ich? Darauf war ich jetzt aber nicht vorbereitet.

Leider habe ich mich nicht verhört und als sich der Mitarbeiter von mir verabschiedete lagen meine Nerven blank. Nimm mich mit, dachte ich bloß und fühlte mich für einen Moment total hilflos und allein gelassen. Die Rechtsanwältin brachte mich zu einer Kollegin, die in der Anmeldung arbeitet. Hier sollte ich erstmal in die Arbeit reinschnuppern.

Ich konnte sie sprachlich nicht viel besser verstehen, aber sie war unheimlich nett. Meine erste Aufgabe war es die „Akten“ alphabetisch einzusortieren. Zum Glück waren es nicht so dicke Akten, die ich von meiner Ausbildung her kannte, sondern einfach 2 Seiten in einer Klarsichtfolie eingepackt. Darüber war ich sehr glücklich :D

In der Zeit bis zu Mittagspause hatte meine Kollegin drei Anmeldungen fertig gemacht. Das Unternehmen arbeitet mit einem online Programm, sodass die Antworten direkt im Rechner eingegeben wurden. Zum Glück wurden nicht alle 275 Fragen gestellt, sondern nur eine kleine Auswahl, z.B. die persönlichen Daten, seit wann die Person sich in Spanien befindet, ob noch Familienmitglieder im Heimatland sind etc.

Was mich wahrscheinlich am meisten beruhigt hat, war die Tatsache, dass meine Kollegin nach jeder fertigen Anmeldung meinte "Lass uns jetzt Kaffeetrinken gehen". Kaum waren wir aus der Tür raus, kam schon die Nächste für die Anmeldung und wir mussten wieder kehrtmachen.

Der Raum war bestimmt nur 7 qm groß, und ich bin bei einer Außentemperatur von 20 Grad im Schatten fast eingegangen, da die Fußheizung angestellt wurde!! Japp, die Spanier frieren bei dieser Temperatur.

Kurz vorm Feierabend meinte meine Kollegin dann, "Übermorgen tauschen wir die Plätze und dann machst du die Anmeldung, ne?" Da ist nämlich auch mehr los als heute.

Was ich für einen Scherz hielt entpuppte sich als Wahrheit, nur mit dem Unterschied, dass wir nicht die Plätze getauscht haben, sondern, dass ich ganz alleine die Anmeldung durchgeführt hatte. Ich hätte nicht gedacht, dass mir so viel zugemutet wird und dass ich so selbstständig arbeiten darf, aber im Großen und Ganzen bin ich mit meiner ersten Arbeitswoche ganz zufrieden!

Ein Arbeitstag in Spanien

Hallo Leute
Zuerst stelle ich euch mal meine Firma vor:
Also die Firma in der ich mein Praktikum absolviere, organisiert Auslandspraktika. D. h. sie sucht den Praktikanten Unterkünfte für die Dauer des Aufenthaltes, z.B. in einer Gastfamilie und sucht den Praktikanten auch noch Ihre Praktikumsstellen. Außer mir arbeiten zurzeit noch sechs weitere Personen in der Firma. Unter Ihnen ist eine Praktikantin aus England, die bis Mitte Dezember in der Firma bleibt.
So dann zu meinem Tagesablauf:
Meine Arbeitszeit ist von 9:00 Uhr bis 13:30 Uhr, mit einer kleinen Pause von ca. 20 Minuten. Mein Arbeitstag beginnt damit, dass ich erstmal alle in der Firma begrüße. Als nächstes hole ich dann meine Arbeitsunterlagen aus dem mir zur Verfügung gestellten Schrank und fahre den Computer hoch. Nachdem mir dann mein Kollege erklärt hat, was und wie meine nächste Aufgabe funktioniert oder feststellt, dass ich noch „alte“ Arbeit vom Vortag habe, fange ich an, diese zu erledigen. Dann so ca. gegen 10 Uhr gehe ich mit zwei Kollegen aus dem Büro einen Kaffee trinken und zwar in dem Café, das direkt gegenüber meiner Firma liegt. Nach meiner kleinen Pause erledige ich dann weiter die mir gestellten Aufgaben bis zum Ende meines Arbeitstages. Um Punkt 13:30 räume ich dann meinen Arbeitsplatz auf, lege meine Arbeitsunterlagen wieder in den Schrank zurück, verabschiede mich von meinen Kollegen und verlasse das Büro.
Als nächstes erzähle ich euch dann mal was über meine Arbeitsaufgaben:
Als erstes hätten wir da das Sortieren von Bankauszügen und Überweisungsträgern mit anschließendem Einordnen in einen Ordner. Dann musste ich auch einmal Auszüge aus der Buchhaltung anhand von Unterlagen aus Ordnern auf Richtigkeit und Vollständigkeit prüfen.
Das gleiche habe ich dann mit den Banküberweisungen getan. Nachdem man mir den Zugriff auf die Bankdaten des Unternehmens gab, konnte ich anhand dieser Daten und Unterlagen aus Ordnern überprüfen, ob die Überweisungen der letzten 6 Monaten vollständig und korrekt sowohl an andere Unternehmen als auch an uns getätigt wurden.
Last but not least möchte ich euch noch etwas über meine Kollegen erzählen:
Also meine Kollegen sind alle sehr nett und sobald ich eine Frage habe, ist auch schon jemand zur Stelle, der sie mir beantwortet. Am meisten hab ich mit dem Kollegen zu tun, der für die Finanzen zuständig ist. Manchmal redet er ein wenig schnell, aber mit der Zeit kann ich ihn immer besser verstehen. Und falls ich mal was auf Spanisch nicht verstehe, erklärt man es anhand von Beispielen und wenn ich es dann immer noch nicht verstanden habe, probiert man es halt auf Englisch.
So das war´s jetzt erstmal von meiner Seite.

Liebe Grüße aus Sevilla

Stephanie Fleuter

Dienstag, 16. November 2010

Unsere irische Gastfamilie



Wir, Karin Molitor und Katharina Böckenholt, wohnen in Dublin bei einem älteren Ehepaar. Unsere Gasteltern wohnen in einem kleinen Reihenhaus in Dublin. Ihre 7 Kinder sind mittlerweile alle ausgezogen und wohnen weit verstreut in Irland. Unsere Gastmutter und unser Gastvater erzählen uns viel von ihren vorherigen Austauschschülern und was sie schon alles gemacht und erlebt haben.Unser Gastvater geht gerne spazieren und schreibt oft Geschichten an seinem Laptop. Unsere Gastmutter ist trotz ihres Alters noch ein sehr lebensfroher Mensch, ob morgens um 8 oder abends um 10 hört man sie singen.

Von Montag bis Freitag gibt es jeden Morgen um halb 9 Frühstück, damit wir dann um 9 Uhr zum Bus gehen können. Wenn wir abends nach Hause kommen, gibt es um 18 Uhr Abendessen. An die irische Küche muss man sich erst ein wenig gewöhnen. Meistens gibt es dann zwischen 19 und 20 Uhr noch einen Tee bzw. Kakao im Wohnzimmer vor dem Ofen. Am Wochenende gibt es Frühstück für uns erst zwischen 10 und 11 Uhr. Unsere Gasteltern haben bis dahin schon gefrühstückt und unsere Gastmutter ist dann oft schon dabei, das Mittagessen zu kochen. Das Mittagessen lassen wir hier dann allerdings aus. Wenn wir wegfahren oder in der Woche zur Arbeit fahren, bekommen wir zum Mittagessen immer ein Lunchpaket mit, damit wir uns nichts kaufen müssen. Wenn wir am Wochenende dann abends wiederkommen, gibt es noch Essen, falls wir nicht schon in der Stadt gegessen haben. Am Samstag- und Sonntagabend gucken wir mit unseren Gasteltern immer X-Factor und trinken unseren Tee bzw. Kakao dabei. So in etwa verläuft jeder Tag.

Was ganz anders ist als zu Hause sind die Häuser hier in Dublin. Es gibt kaum einzelne große Häuser, sondern fast nur Reihen- oder Mehrfamilienhäuser. Ob die Häuser alle so sind, weiß man nicht, aber unser Haus ist ziemlich klein. Wir haben in unserem Zimmer gleichzeitig unsere Dusche und Toilette, was ziemlich gewöhnungsbedürftig ist. Wenn es nicht ausnahmsweise einmal Nudeln gibt, gibt es jeden Tag Kartoffeln mit Fleisch.

Im Großen und Ganzen wurden wir aber sehr freundlich aufgenommen und haben uns ganz gut eingelebt.

Ganz liebe Grüße aus Dublin

Katharina und Karin

Ein Wochenende in Ungarn

Am ersten Wochenende waren wir mit einer Betreuerin von unserem Projekt in Budapest. Dort haben wir uns das Parlament, das Schloss und den Heldenplatz angeguckt. Es war ein wirklich sehr toller Tag. Budapest hat aber natürlich noch mehr zu bieten als nur Sehenswürdigkeiten. Es gibt auch sehr schöne Clubs, Cafés und Bars, in denen man nach der Arbeit entspannt eine Tasse Kaffee genießen kann. Am zweiten Wochenende waren viele von uns in Budapest shoppen. Ich, Vanessa, war mit unserer Betreuerin und einer anderen deutschen Gruppe auf dem größten Berg hier in Budapest. Dieser ist 527 Meter hoch. Wir hatten eine wirklich sehr schöne Aussicht und ich kann nur jedem empfehlen, dort einmal hinzugehen! Die Spitze des Berges kann man mit einem Lift oder mit der „Kinderbahn“ erreichen. Es gibt aber noch so viele andere Dinge, die man hier in Budapest und Umgebung unternehmen kann. Wir können also vergewissern, dass einem hier nie langweilig wird.









Von Kristina Tissen und Vanessa Ungruh